Pädagogisches Konzept

So arbeiten wir


Den reformpädagogischen Ansatz „Hilf mir es selbst zu tun", nach Maria Montessori, sehen wir als Grundstein und roten Faden für unsere pädagogische Arbeit in der Kindergruppe. Um diesem Ansatz bestmöglich nachzugehen, erschließt sich unser roter Faden aus den drei Schwerpunkten: Individualität, Beziehung und Umfeld

Ganz nach dem Motto"weniger ist mehr" wollen wir den Kindern die Möglichkeit geben, sich selbst zu erfahren und zu experimentieren. Dabei werden Materialien wiederverwendet, Spielzeugfreie Wochen durchgeführt und mit verschiedensten Naturmaterialien, die die Kinder zuvor selbst bei einem gemeinsamen Ausflug gesammelt haben, gebastelt.

Im freien Spiel, können sie forschen, ausprobieren, Erfahrungen sammeln, auch Konflikte erfahren, sowie diese lösen zu lernen. Wir bieten den Kindern viel Freiraum, jedoch innerhalb fester Grenzen und Tagesabläufe, die wichtig für die Vermittlung von Geborgenheit und Sicherheit sind. Durch Vertrauen, Wertschätzung und Empathie die Kinder in ihren individuellen Entwicklungen zu unterstützen, ist das Um und Auf unserer pädagogischen Arbeit!

​Individualität

Im Zentrum unseres pädagogischen Handelns steht das Kind als individuelle Persönlichkeit. So sehen wir es als unsere Herausforderung, die Kinder in allen ihren Entwicklungsphasen wahrzunehmen, um sie Schritt für Schritt zu begleiten.

 

Die Transition von der Familie in die Kindergruppe ist jene Übergangsphase, in der die Kinder das geborgene Nest der Familie verlassen und einer öffentlichen Gruppe beitreten. In diesem Übergangsprozess wollen wir die Kinder durch eine sanfte Eingewöhnungsphase im neuen Umfeld begleiten und unterstützen.

In dieser Phase ist es wichtig, dass wir Pädagoginnen, als auch die Eltern viel Zeit, Geduld und Flexibilität aufbringen. Nur so können wir eine positive Beziehung und Vertrauen zum Kind aufbauen und dem Kind jeden Tag, Schritt für Schritt den Eintritt in die Kindergruppe erleichtern. Erst, wenn das Kind die Kindergruppe (vor allem uns Pädagoginnen) als sicheren Hafen annehmen kann, ist die Eingewöhnung abgeschlossen. Wir orientieren uns in Puncto Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell, welches in unseren Augen ein sehr sanftes, gemächliches und sensibles Eingewöhnungsmodell ist.

Beziehung


Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Kinder, je nach individueller Entwicklungsphase wahrzunehmen, aufzufangen und zu begleiten. Dies tun wir mit Respekt, Achtung, Vertrauen und Liebe!

 

Gefühle sollen gelebt und Konflikte ausgetragen werden, wodurch das Wir Gefühl gestärkt und ein soziales Lernen erfahren wird. Lösungen werden nicht aufgezwungen, sondern gemeinsam gesucht und damit eine konstruktive Konfliktkultur gelebt. Die Kinder sollen und dürfen NEIN sagen, wodurch sie ihre eigenen und fremde Grenzen zu akzeptieren lernen.

 

Unsere Gruppe besteht aus maximal 14 Kindern und ist eine Familiengruppe. Diese Struktur trägt enorm zur Förderung der Sozialkompetenzen der Kinder bei.

Umfeld


Unsere Kindergruppe bietet Platz und Raum zum Spielen und Toben, aber auch zum Ausruhen. Unsere Räumlichkeiten bestehen aus einer Garderobe, einem Badezimmer, einem WC mit zwei Kinderklos und dem Hauptraum. Der Hauptraum teilt sich in zwei Bereiche auf: im ersten Bereich befinden sich eine offene Küche mit Tischen und Stühlen, eine Puppenecke, eine Bastel-Werkecke, eine Leseecke und die Türe auf den Balkon. Im zweiten Bereich (durch drei Stufen "getrennt") gibt es eine Bauecke mit Konstruktionsmaterialien, eine Hochebene mit einer Rutsche und Raum für Bewegung. Die Kinder haben freien Zugang zu allen, vorhandenen Materialien in der Gruppe, durch unsere Ordnung und die kindgerechte Einrichtung können sie selbständig agieren und sich orientieren.

Unsere Angebote richten sich nach den Interessen der Kinder, dies bedeutet, dass die Kinder je nach Interesse, aus den Angeboten wählen können. Wir arbeiten auch nach dem Situationsansatz; das heißt geplante Vorhaben können sich verändern, verschoben, oder gelassen werden, wenn wir merken, dass die momentanen Interessen der Kinder gerade wo anders liegen.

 

Unser Garten ist ein Genuss für uns alle und wir erfreuen uns an ihm mit allen Sinnen! Ein Mittagessen im Freien, Wasserspiele im Plantschbecken, eine Sandkiste mit Muscheln und Steinen, ein Baumhaus mit Seil, viele Blumen, unser Gemüsebeet, Sonne, Nebel, Regen und Schnee.

 

Für Abwechslung und Kontaktaufnahme zu anderen Kindern sorgt der angrenzende Spielplatz (Huberpark), je nach Lust und Laune gehen wir dort hin.

© 2016 Kindergruppe Wohnhof Ottakring